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Neuerungen im Steuerrecht 2019

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Verlängerte Abgabefristen für Steuererklärungen

Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens wurden erstmals 2018 längere Abgabefristen für die Einkommensteuererklärungen eingeführt. Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärung selbst anfertigen, haben bis zum 31.7. des dem betreffenden Veranlagungszeitraum folgenden Kalenderjahres für die Abgabe an das Finanzamt Zeit. Steuerberater können die Einkommensteuererklärungen bis zum 28.2. des dem Veranlagungszeitraum folgenden übernächsten Jahres abgeben. Unabhängig davon kann das Finanzamt auch kürzere Abgabefristen festlegen (etwa bereits binnen vier Monaten nach Ablauf des Steuerjahres). Seit 2018 wird zur Prüfung der Einkommensteuererklärungen automationsgestütztes Zufallsauswahlverfahren angewandt.

Sonderabschreibungen für den Mietwohnungsbau

Gemäß dem Entwurf eines „Gesetzes zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus“ sind für 2019 Sonderabschreibungen für den Mietwohnungsneubau geplant. Die Sonderabschreibungen sollen nach dem Entwurf (§ 7b Abs. 1 EStG) im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den folgenden drei Jahren bis zu jährlich 5 % betragen. Investoren können innerhalb des Abschreibungszeitraums insgesamt bis zu 28 % der förderfähigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abschreiben. Die Sonderabschreibung kann neben der „normalen“ Abschreibung für Wohnungen von 2 % in Anspruch genommen werden. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist unter anderem, dass die Wohnungen mindestens für 10 Jahre vermietet werden.

Baukindergeld

Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind unter 18 Jahren können seit September 2018 Baukindergeld beantragen. Voraussetzung ist ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von bis zu € 75.000,00 pro Jahr und € 15.000,00 pro Kind. Der Zuschuss beträgt € 1.200,00 pro Kind und Jahr und wird über 10 Jahre ausgezahlt. Voraussetzung ist eine Anschaffung von Neu- bzw. Bestandsimmobilien bis zum 31.12.2020.

Höhere Grundfreibeträge, Steuertarif

Der maßgebliche Grundfreibetrag steigt ab 1.1.2019 von € 9.000,00 auf € 9.168,00 bzw. € 18.336,00 bei Zusammenveranlagung. Die Tarifeckwerte für das Jahr 2019 steigen voraussichtlich um ca. 1,84 % gegenüber 2018. Die höchste Progressionszone (3. Tarifzone mit einem Steuersatz von 42 %) beginnt damit 2019 erst ab einem zu versteuernden Einkommen von € 55.960,00 (2018: € 54.950,00).

Verluste bei Kapitalgesellschaften, Sanierungsklausel

Mit dem Jahressteuergesetz 2018 wurde die sogenannte „Sanierungsklausel“ (§ 8c Abs. 1a Körperschaftsteuergesetz-KStG) wieder in Kraft gesetzt. Die Sanierungsklausel ermöglicht die Verwertung nicht genutzter Verluste im Zusammenhang mit einem Beteiligungserwerb an einer Kapitalgesellschaft, wenn der Erwerb zum Zweck der Sanierung eines Unternehmens erfolgte. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in den Entscheidungen vom 28.6.2018 (Rs C-203/16 P und Rs C-209/16P) diese Regelung gebilligt. Die Sanierungsklausel kann rückwirkend ab dem Veranlagungszeitraum 2008 und für Anteilsübertragungen nach dem 31.12.2007 angewendet werden.

Sozialversicherungs-Rechengrößen 2019

Für 2019 gelten voraussichtlich folgende Rechengrößen (gemäß Referentenentwurf): Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung West € 6.700,00/Monat bzw. € 80.400,00/Jahr bzw. Ost € 6.150,00/Monat bzw. € 73.800,00/Jahr. Beitragsbemessungsgrenze Kranken- und Pflegeversicherung (West und Ost) € 4.537,50/Monat bzw. € 54.450,00/Jahr. Die Versicherungspflichtgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung beträgt € 5.062,50/Monat bzw. € 60.750,00/Jahr.

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